Alle 7 Förderwege im Überblick. Mit bewilligtem Bildungsgutschein kostet dich eine KI-Weiterbildung in der Regel 0 Euro, andere Wege übernehmen einen Teil. Dieser Guide zeigt dir, welcher für dich passt.

Digitalisierungsmanager: Abschlussprüfung bei TÜV RheinlandPersonenzertifikat „Manager:in für KI-Prozessautomatisierung mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“. Schulung durch SkillSprinters, Prüfung durch TÜV Rheinland.
Sieben Fördertöpfe, für fast jede Lebenssituation passt einer. Ob du arbeitssuchend bist, angestellt, solo-selbstständig oder gerade die Bundeswehr verlässt: dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, welche Förderung du beantragen kannst, was sie abdeckt und wie du den Antrag stellst. Zu jedem Weg findest du die Rechtsgrundlage.
Die deutsche Förderlandschaft ist historisch gewachsen. Jeder Topf wurde für eine andere Zielgruppe geschaffen, mit einem anderen Gesetzgeber und einer anderen Logik. Wenn du verstehst, wer hinter dem jeweiligen Programm steht, verstehst du auch, warum die Regeln so sind wie sie sind.
Der wichtigste Unterschied: Manche Wege decken die Kurskosten in der Regel ganz ab (Bildungsgutschein, QCG bei Betrieben unter 50 Beschäftigten), andere nur einen Teil oder bis zu einem Höchstbetrag (Aufstiegs-BAföG, KOMPASS, BFD, ESF, Länderprogramme). Und manche lassen sich kombinieren. Genau das schauen wir uns jetzt an.
Beantworte fünf Fragen und du weißt, welcher Förderweg für dich der richtige ist. Lies von oben nach unten. Die erste Frage, die du mit "Ja" beantworten kannst, zeigt dir deinen Weg.
Ja: Bildungsgutschein beantragen. Ausgestellt wird er von der Agentur für Arbeit (§ 81 SGB III), auch bei Grundsicherungsgeld; dann ist dein Jobcenter die erste Anlaufstelle. Auch bei vorliegender Kündigung kannst du den Gutschein präventiv beantragen.
Nein: Weiter zu Frage 2.
Ja: Berufsförderungsdienst (BFD). Anspruch ab einem Jahr Wehrdienstzeit, Lehrgangskosten bis zu einem Höchstbetrag je nach Dienstzeit, dazu Übergangsgebührnisse. Beratung beim Karrierecenter der Bundeswehr (Berufsförderungsdienst), Antrag vor Beginn der Maßnahme.
Nein: Weiter zu Frage 3.
Ja: KOMPASS. 90 % der Kosten, maximal 4.500 EUR Zuschuss. Die Beratung bei einer KOMPASS-Anlaufstelle ist Pflicht, die Ausgabe der Qualifizierungsschecks ist monatlich begrenzt.
Nein: Weiter zu Frage 4.
Ja: Qualifizierungschancengesetz (QCG). Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber; geht es nur um dich, stellst du den Antrag auf die Lehrgangskosten selbst. Förderquote nach Firmengröße, in der Regel: 100 % bei unter 50 Beschäftigten, 50 % bei 50 bis unter 500 Beschäftigten, 25 % bei 500 oder mehr Beschäftigten.
Nein: Weiter zu Frage 5.
Ja: Aufstiegs-BAföG. 50 % Zuschuss, den Rest als KfW-Darlehen, in der Anfangsphase zins- und tilgungsfrei; bei Bestehen wird die Hälfte des noch nicht fälligen Darlehens erlassen. Relevant zum Beispiel für den Wirtschaftsfachwirt, für den Digitalisierungsmanager nicht.
Keine Frage passt: Buch dir ein kostenloses Beratungsgespräch. In rund 15 Minuten am Telefon finden wir den passenden Weg.
Der Förder-Rechner zeigt dir in 60 Sekunden, welchen Anteil du selbst trägst und wie hoch die Förderung ausfällt.
Zum Förder-RechnerDen Bildungsgutschein stellt die Agentur für Arbeit aus (§ 81 SGB III), seit dem 1. Januar 2025 auch dann, wenn du Bürgergeld beziehst. Bei Grundsicherungsgeld bleibt dein Jobcenter die erste Anlaufstelle. Auch Beschäftigte bekommen ihn, beim QCG ist er der Regelfall (Förderweg 2).
Was er abdeckt: die kompletten Kurskosten, für dich also in der Regel 0 Euro. Arbeitslosengeld wird während der Maßnahme in der Regel weitergezahlt; dabei mindert sich deine Anspruchsdauer um einen Tag für je zwei Tage Weiterbildung (§ 148 Abs. 1 Nr. 7 SGB III). Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) wird weitergezahlt, solange die Voraussetzungen dafür vorliegen. Auch Fahrkosten oder Kinderbetreuung können übernommen werden (§ 83 SGB III).
Für eine KI-Weiterbildung ist der Bildungsgutschein eine Ermessensleistung, kein Rechtsanspruch. Dein Berater entscheidet. Deshalb ist die Vorbereitung auf das Gespräch entscheidend. Je klarer du erklären kannst, warum die Weiterbildung deine Jobchancen verbessert, desto besser.
Voraussetzung ist außerdem, dass Maßnahme und Träger nach AZAV zugelassen sind (§ 81 Abs. 1 Nr. 3 SGB III). SkillSprinters ist von DEKRA nach AZAV zertifiziert.
Das Qualifizierungschancengesetz (§ 82 SGB III) fördert Beschäftigte im bestehenden Arbeitsverhältnis. Die Weiterbildung muss über eine kurzfristige Anpassung an den eigenen Arbeitsplatz hinausgehen (§ 82 Abs. 1 Nr. 1).
Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber, als Sammelantrag für mehrere vergleichbare Beschäftigte mit deren Einverständnis oder dem der Betriebsvertretung (§ 82 Abs. 5 SGB III). Geht es um eine einzelne Person, stellt sie den Antrag auf die Lehrgangskosten selbst, der Arbeitgeber beantragt den Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Zuständig ist die Agentur für Arbeit am Betriebssitz. Auch hier stellt die Agentur im Regelfall einen Bildungsgutschein aus (§ 82 Abs. 6 mit § 81 Abs. 4).
So viel übernimmt die Agentur in der Regel, den Rest trägt der Arbeitgeber (§ 82 Abs. 2):
Zusätzlich kann die Agentur dem Arbeitgeber einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zahlen: je nach Betriebsgröße 25 bis 75 % des Arbeitsentgelts für die Zeiten, in denen der Mitarbeiter wegen der Weiterbildung nicht arbeitet (§ 82 Abs. 3). Das macht den wirtschaftlichen Einwand "Aber der Mitarbeiter fehlt ja" deutlich leichter.
Voraussetzung: Der Berufsabschluss des Beschäftigten liegt in der Regel mindestens zwei Jahre zurück, in den letzten zwei Jahren gab es keine Förderung nach § 82, Maßnahme und Träger sind für die Förderung zugelassen, und die Maßnahme dauert mehr als 120 Stunden (der Digitalisierungsmanager hat 720 UE).
Das Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) ist das Förderprogramm für alle, die eine anerkannte Aufstiegsfortbildung machen: Fachwirte, Meister, Betriebswirte, Techniker. Die Regelung: 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (bis 15.000 EUR) sind ein Zuschuss, den du nicht zurückzahlen musst. Den Rest kannst du als KfW-Darlehen bekommen, das während der Maßnahme und zwei Jahre danach zins- und tilgungsfrei ist, längstens sechs Jahre (§ 13 Abs. 3 AFBG). Und bei bestandener Prüfung wird die Hälfte des noch nicht fälligen Darlehens erlassen (§ 13b Abs. 1 AFBG).
Unterm Strich trägst du bei bestandener Prüfung rechnerisch rund ein Viertel der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren selbst, zum Beispiel beim Wirtschaftsfachwirt. In Bayern, Hessen und anderen Bundesländern kann noch eine Landesprämie dazukommen, die den Eigenanteil weiter senkt oder sogar übersteigt.
Bei KI-Kursen kommt es auf den Abschluss an: Das Aufstiegs-BAföG greift nur bei Fortbildungen, die auf eine öffentlich-rechtlich geregelte Prüfung vorbereiten (§ 2 Abs. 1 AFBG), etwa vor der IHK oder HWK. Für Zertifikatskurse wie den Digitalisierungsmanager ist es nicht anwendbar. Hier ist der Bildungsgutschein oder das QCG der bessere Weg.
KOMPASS steht für "Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige" und ist ein Förderprogramm des BMAS. Es richtet sich an Solo-Selbstständige im Haupterwerb, die seit mindestens zwei Jahren am Markt sind und höchstens Mitarbeitende im Umfang einer Vollzeitstelle beschäftigen.
Die Förderung: 90 % der Kurskosten, maximal 4.500 EUR Zuschuss. Den Rest trägst du selbst.
Zuständig sind die bundesweit tätigen KOMPASS-Anlaufstellen: Die Beratung dort ist Pflicht, und sie stellen den Qualifizierungsscheck aus, bevor du dich zum Kurs anmeldest. Die Kosten erstattet die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, der Kurs muss innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein.
Stand Oktober 2026 läuft KOMPASS bis Februar 2028. Die monatliche Ausgabe von Qualifizierungsschecks ist bundesweit begrenzt, einen Rechtsanspruch auf Förderung gibt es nicht. Vereinbare die Beratung bei einer KOMPASS-Anlaufstelle deshalb frühzeitig und wende dich nur an eine Anlaufstelle.
Wer als Soldat auf Zeit (SaZ) mit einer festgesetzten Wehrdienstzeit von mindestens einem Jahr aus der Bundeswehr ausscheidet, hat über den Berufsförderungsdienst (BFD) Anspruch auf Förderung seiner beruflichen Bildung. Die Regelung basiert auf dem Soldatenversorgungsgesetz (§ 7 SVG).
Der BFD erstattet Lehrgangskosten bis zu einem Höchstbetrag, der mit der Dienstzeit steigt: von 1.200 EUR nach einem Jahr bis 21.000 EUR ab zwölf Jahren, ab 15 Dienstjahren mit Zuschlag (§ 19 Abs. 2 BFöV). Nach dem Dienst gibt es Übergangsgebührnisse von 75 % der letzten Dienstbezüge, bei einer Maßnahme in Vollzeit kommt ein Bildungszuschuss von 25 % dazu (§ 16 SVG). Auch eine KI-Weiterbildung kann gefördert werden, wenn sie zum Bildungsziel im Förderungsplan passt.
Antrag: Voraussetzung ist die Berufsberatung beim Karrierecenter der Bundeswehr (Berufsförderungsdienst), dort entsteht der Förderungsplan (§ 5 SVG). Den Antrag stellst du vor Beginn der Maßnahme (§ 17 BFöV).
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF-Plus) ist nach eigener Darstellung Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung. Einzelne Personen fördert er nur über ESF-Plus-Förderprogramme, die der Bund (zum Beispiel KOMPASS) und die Bundesländer auflegen. Welche Programme es gibt und wie hoch die Förderquote ist, unterscheidet sich je Land.
Typische ESF-geförderte Programme: Qualifizierungsschecks, Bildungsschecks, Weiterbildungsbonus. Wie viel sie übernehmen, legt jedes Programm selbst fest. Einen Eigenanteil trägt dann der Teilnehmer oder der Arbeitgeber.
ESF-Programme haben begrenzte Laufzeiten. Informiere dich bei deiner Landesförderbank oder der Beratungsstelle deines Bundeslandes. Ob sich ein ESF-Zuschuss mit anderen Wegen kombinieren lässt (z.B. Arbeitgeber-Anteil plus ESF-Zuschuss), steht in den Bedingungen des jeweiligen Programms.
Viele Bundesländer zahlen eigene Prämien für bestandene Aufstiegsfortbildungen. Die meisten dieser Prämien gelten nur für anerkannte Aufstiegsfortbildungen mit öffentlich-rechtlicher Prüfung vor IHK oder HWK (Fachwirt, Meister, Betriebswirt). Für Zertifikatskurse wie den Digitalisierungsmanager gelten sie nicht.
Stand der Landesquellen: Oktober 2026. Jedes Land knüpft die Prämie an eigene Bedingungen, etwa Wohnsitz oder Arbeitsort, Prüfungsort und Antragsfrist.
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen zahlen ihre Prämien nur für Meisterabschlüsse, nicht für kaufmännische Fachwirte oder KI-Kurse.
Die Länderprogramme lassen sich mit dem Aufstiegs-BAföG kombinieren. In Bayern kommt beim Wirtschaftsfachwirt zum Beispiel der Meisterbonus von 3.000 EUR dazu, wenn du die Prüfung in Bayern bestanden hast und Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort dort liegen.
Diese Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick zusammen.
| Förderweg | Zielgruppe | Kostenträger | Förderhöhe | Status |
|---|---|---|---|---|
| Bildungsgutschein | Arbeitssuchende (ALG I, Grundsicherungsgeld), beim QCG auch Beschäftigte | Agentur für Arbeit, auch bei Grundsicherungsgeld | 100 % | Verfügbar |
| QCG | Beschäftigte | Agentur für Arbeit am Betriebssitz | 25 bis 100 % | Verfügbar |
| Aufstiegs-BAföG | Berufstätige (Aufstiegsfortbildung) | Bund + Länder | 50 % Zuschuss + Darlehen | Verfügbar |
| KOMPASS | Solo-Selbstständige | BMAS und ESF Plus, über KOMPASS-Anlaufstellen | 90 %, max. 4.500 EUR | Schecks monatlich begrenzt |
| BFD | Soldaten auf Zeit ab 1 Jahr Dienstzeit | Bundeswehr | Höchstbetrag je nach Dienstzeit | Verfügbar |
| ESF-Plus | Abhängig vom Programm | EU über Bundes- und Landesprogramme | je nach Programm | Je nach Programm |
| Länderprogramme | Absolventen von Aufstiegsfortbildungen | Landesministerien | 1.000 bis 3.500 EUR | Nur Aufstiegsfortbildungen |
Der Rechner zeigt dir in 60 Sekunden, welcher Anteil vom Staat übernommen wird und was du selbst zahlst.
Jetzt berechnenNicht jeder Förderweg steht allein. Manche lassen sich sinnvoll kombinieren, andere schließen sich gegenseitig aus.
Im Zweifel: Buch dir ein Beratungsgespräch. In rund 15 Minuten klären wir, welche Kombination in deinem Fall funktioniert.
Die Förderlandschaft ist komplex. Deshalb haben wir einen interaktiven Rechner gebaut, der dir in 60 Sekunden zeigt, welche Förderung auf dich zutrifft, wie viel übernommen wird und was als Eigenanteil übrig bleibt.
Du beantwortest drei Fragen: Bist du arbeitssuchend, angestellt, selbstständig, Soldat oder beziehst du Grundsicherungsgeld? In welchem Bundesland wohnst du? Wie viele Beschäftigte hat dein Betrieb? Der Rechner kombiniert die passenden Förderwege und zeigt dir das Ergebnis.
Der Rechner ersetzt keine individuelle Beratung. Er gibt dir aber eine fundierte Ersteinschätzung, mit der du anschließend gut vorbereitet in das Gespräch mit deinem AfA-Berater oder Arbeitgeber gehst.
Sieben Förderwege klingen kompliziert, aber im Einzelfall ist die Antwort meistens einfach. Arbeitssuchend: Bildungsgutschein. Angestellt: QCG. Soldat: BFD. Selbstständig: KOMPASS. Aufstiegsfortbildung: BAföG. Mit bewilligtem Bildungsgutschein zahlst du für den Kurs in der Regel nichts.
Ohne Antrag gibt es keine Förderung, und beim Bildungsgutschein, beim QCG, bei KOMPASS und beim BFD muss er vor Kursbeginn gestellt sein. Wer die Entscheidung verschiebt, weil ihm die Förderlandschaft zu unübersichtlich erscheint, verliert Zeit. Genau dafür gibt es diesen Guide und das persönliche Gespräch.
Wir klären deine Situation, finden den passenden Förderweg und sagen dir, was du als Nächstes tun musst. Zu deinem Termin rufst du uns an. Kein Verkaufsgespräch.